Das Prädikat "klein, aber fein" passte selten besser: Mit nur drei Teilnehmern war die WAB bei den Greco-Schweizermeisterschaften in Martigny vertreten. Unter Aufsicht und Betreuung von Coach Thomas Jehle standen am Ende alle drei auch auf dem Podest. Makarii Nikitchuk und Tymur Pavliuchyk konnten bei den Kadetten die Meistertitel ihrer Gewichtsklassen gewinnen. Vlad Moshkin trat erstmals bei den Aktiven an und kämpfte sich auf den starken Silberrang vor.
Vlad Moshkin, der erstmals bei den Aktiven antrat, zeigte ein starkes Turnier. In einer wilden ersten Runde behielt er gegen Esteban Tscharner, den Junioren Schweizermeister von 2021, die Kontrolle und sicherte sich einen ungefährdeten Punktesieg. Gegen den bereits Premium League-erfahrenen Peter Zberg von der Ringerriege Schattdorf, der seines Zeichens 2023 ebenfalls Junioren Schweizermeister war, konnte er sich erneut mit einem 10:5 Punktesieg durchsetzen und sich so für das Finale um den Schweizermeistertitel qualifizieren. Dort wartete die Willisauer Legende Michael Portmann auf den jungen Berner. Der 6fache Greco-Schweizermeister bei den Aktiven (5x bis 75kg, 1x bis70kg) wurde auch vom aufstrebenden Berner nicht aus dem Gleichgewicht gebracht. Ohne Punktverlust marschierte der 24jährige Willisauer zu seinem 7. Titel. Die Silbermedailler für Vlad Moshkin ist im Debut-Jahr bei den Aktiven dennoch aller Ehren wert.
Makarii Nikitchuk setzte sich im obersten Gewicht der Kadetten souverän durch. Mit sieben Teilnehmern brauchte es drei siegreiche Kämpfe, zuletzt den Final gegen Remo Huber von der Ringerriege Tuggen, um sich den verdienten Schweizermeistertitel zu sichern.
Deutlich mehr Gegner, aber durch das Turniersystem nicht wesentlich mehr Kämpfe, hatte Tymur Pavliunchyk. Ganze 16 Teilnehmer wogen im Gewicht bis 60kg ab. Mit drei souveränen Siegen zog er in das grosse Finale um Gold gegen den Ringer der RS Kriessern, Jonas Zäch, ein. Einzig die zweite Runde gegen Rio Goldener vom RC Oberriet-Grabs entwickelte sich auf dem Weg dorthin zu einem Krimi, den der Berner am Ende mit 11:9 Punkten für sich entscheiden konnte. Im Finale waren die Kräfteverhältnisse dann wieder klar und Tymur sicherte sich ungefährdet und durch technische Überlegenheit den Meistertitel.
Coach Thomas Jehle blickte am Samstagabend auf eine erfolgreiche Schweizermeisterschaft zurück.
